Hirschluchvideo

Hallo Ihr Lieben.

Advent und Weihnachten ist für Menschen die in der Kirche arbeiten eine sehr arbeitsreiche Zeit, noch dazu kommt, dass ich gerade meinen Projektbericht schreibe.

In meinem ersten Post habe ich von dem Video von Hirschluch erzählt, endlich ist es jetzt auch online zu sehen:

Ich hoffe, es gefällt euch!

Des weiteren ist in Camden mittlerweile der erste Schnee gefallen:

Schnee in Camden

Leider war das aber nur einen Tag lang und jetzt ist alles wieder wie vorher und ich glaube die Chancen auf weiße Weihnachten stehen schlecht :(

Wie schon gesagt bin ich im moment leider sehr beschäftigt, es kommen aber bald wieder Blogbeiträge, z.B. über unser erstes Länderseminar vor zwei Wochen.

Vor allem kriege ich aber diesen Samstag das erste Mal Besuch aus Deutschland, meine liebe Laura kommt vorbei:)

Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Da ist er wieder!

Mein letzter Eintrag ist schon lange her, ich entschuldige mich, komme jetzt aber mit einem längeren Artikel über die eine Hälfte meiner Arbeit in Camden zurück. Neu ist auch die Galerie, die ich mit allen Bildern aus den Artikeln und noch weiteren bestücken werde.

Mir geht es hier so weit eigentlich gut, mit meinem Mitbewohnern Ruben verstehe ich mich super, nach einigen “Startschwierigkeiten” mit meiner Supervisorin klappt aber jetzt auch hier die Arbeit super!

Meine Arbeit bei New Visions:

New Vision ist ein Obdachlosenheim, jedoch ohne Übernachtungsmöglichkeit.

Neben Frühstücks- und Mittagessensausgabe, gibt es die Möglichkeit zu duschen, seine Wäsche waschen zu lassen, Beratungsgespräche zu führen, um Arbeit oder einen Platz zum Wohnen zu finden, seine Post dorthin zugestellt zu bekommen, ein Telefon zu benutzen, oder einfach nur mit anderen Leuten Zeit zu verbringen. Darüber hinaus gibt es zwei große Lagerräume, wo unsere Gäste mit Kleidung und Essen versorgt werden.

Mein Arbeitstag beginnt um 9 Uhr, mit den Vorbereitungen für die Frühstücksausgabe. Meistens gibt es Haferschleim oder Müsli, manchmal auch Bagels oder anderes Gebäck. Das hängt einerseits davon ab, was es in letzter Zeit schon zu essen gab, da wir versuchen, nicht eine Woche lang immer das geiche zu servieren, andererseits auch davon, was wir überhaupt haben. Da wir nicht das Geld haben, um das Essen, bzw. die Zutaten zu kaufen, sind wir sehr auf Spenden angewiesen.

Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich alle Gäste, die etwas zu essen bekommen in eine Liste eintragen und ihr Geschlecht und ihre Rasse angeben.

Diese Listen werden in jedem “Department” im New Vision geführt und dienen dazu, Referenzen zu haben, wem unsere Arbeit zu Gute kommt. Vor allem werden darauf aufbauend aber die Quartalsberichte angefertigt, mit welchen unsere Zuschüsse “begründet” werden. Immerhin 20,000$ pro Jahr, um die wenigen festen Mitarbeiter zu bezahlen.

Nicht jeder weiß, dass man sich eintragen muss, bevor man etwas zu essen bekommt, andere wissen nicht, was sie ankreuzen wollen und kreuzen einfach irgend etwas an. Wiederum andere schreiben aber sehr leserlich ihren Namen auf die Liste, was es mir sehr leicht macht, ihre Namen zu lernen und sie dann für sie auf die Liste zu schreiben.

Ich habe sozusagen einige Stammkunden, die schon wissen, dass ich sie auf die Liste schreibe.

Das ganze Prozedere ist nicht immer leicht, weil sich oftmals Leute vordrängeln, was zu heftigsten Auseinandersetzungen führt.

Mr. Bill, der Supervisor für die Küche  sorgt dann aber für Ruhe und es geht weiter.

Nach dem Frühstück wird die Liste ausgewertet und meine Aufgabe ist getan.

Jetzt stoße ich auf das erste kleine “Problem” meiner Arbeit. Zwischen Frühstück und Mittagessen gibt es für mich keine wirkliche Aufgabe. Ich stromere durch das Gebäude, übrigens eine alte Kirche, wechsele ein paar Worte mit unserem Doorman oder meinem Chef, frage ob es etwas für mich zu tun gibt, was meistens nicht wirklich der Fall ist und gehe dann wieder in die Küche.

Wie schon erwähnt kriegen wir das Essen gespendet, manchmal ist das “nur” “Mac&Cheese”, was einfach im Ofen aufgewärmt und dann ausgegeben wird, manchmal ist es ein fertiges Gericht mit vielen Beilagen, welches von uns aufgewärmt und manchmal auch noch verändert wird, und manchmal kriegen wir einfach tiefgefrorene Hühnchen gespendet und/oder Bio-Gemüse von einer Organic-Farm.

Hier komme ich wieder ins Spiel, denn in der Küche helfe ich dem Koch beim zubereiten des Mittagessens, was mal mehr, mal weniger Arbeit ist.

Der (Chef)koch bei New Vision ist erst seit einem Monat da, also kürzer als ich. Von Anfang an habe ich mich super gut mit ihm verstanden und er sieht mich jetzt als seinen Schüler und bringt mir möglichst viel in der Küche bei, so dass ich irgendwann sein “Sous-Chef” werde. Es macht immer viel Spaß mit ihm zu kochen, ich habe auch schon etwas gelernt, was ich direkt zu Hause anwenden konnte.

Abhängig von der Zeit im Monat kommen zwischen 40 und 100 Leute zum Essen zu uns. Am Anfang bekommen die meisten von ihnen so genannte Wellfare-Schecks, ich glaube das ist vergleichbar mit Arbeitslosengeld oder ähnlichem, allerdings weniger. Viele von ihnen geben das Geld schon in den ersten Tagen des Monats aus, spätestens nach dem ersten Wochenende kommen aber wieder mehr Menschen. Die wenigsten von ihnen können den Drogen und dem Alkohol wider stehen, kommen aber trotzdem jeden Tag, einfach nur im ihre Zeit mit Leuten zu verbringen. Für einige von ihnen ist es eine Art zweite Heimat geworden, was man sehr doll merkt.

Menschen helfen ungefragt beim putzen, Mülleimer ausleeren oder anderen Probleme, meistens sind sie etwas älter und kennen die Abläufe bei New Vision länger als ich. Ich finde das toll, dass sie auf diese Art nach eigener Aussage, versuchen etwas zurück zu geben.

Wenn ich gerade nicht in der Küche aushelfe, größere Spenden in die Kleiderkammer oder ins Essenslager bringe, hänge ich einfach nur rum, unterhalte mich mit meinen Mitarbeitern und den Gästen.

Seit neuestem lerne ich viele neue Kartenspiele, weil ich mit den Gästen spiele, um mir (uns) die Zeit zu vertreiben.

Das ist aber keineswegs ungewöhnlich. Ich soll einfach da sein, und ihnen helfen, eine schöne Zeit abseits von der Straße und den Drogen bieten.

Alles in Allem mag ich die Arbeit dort sehr.

Mein Chef, Kevin, ist super und auch die anderen Mitarbeiter sind total nett, beantworten mir meine Fragen oder unterhalten sich einfach mit mir.

Aber auch die Gäste sind super. Auch wenn jeder mal einen schlechten Tag hat und ich durchaus auch schon mit dem ein oder anderen aneinander geraten bin, wird mir dann entweder von den anderen geholfen, oder die Situationen ändern sich. Für mich ist es wichtig, immer im Hinterkopf zu haben, dass eigentlich alle dort Drogen nehmen, schlechte Laune oder Unverständnis also darauf zurück zu führen sind.

Vor einigen Wochen war ich das erste mal mit meiner Kamera da, um Bilder von den Mitarbeitern für die in Amerika so beliebten Christmas-Cards zu machen.

Diese seht ihr in der Galerie. Bilder von den verschiedenen Räumlichkeiten reiche ich dann nach.

So viel zur einen Hälfte meiner Arbeit hier. Die andere Hälfte werde ich in einem weiteren Beitrag beschreiben, ich wollte erstmal, dass hier wieder was neues steht.

Ich hoffe, ihr verbringt eine schöne Advents- und Weihnachtszeit mit den Menschen, die euch wichtig sind!

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Neue Mitbewohner

Nur eine kurze Meldung aus dem Krisengebiet:

Wir haben scheinbar neue Mitbewohner zwei verschiedener Rassen:

Eichhörnchen, die es hier zu tausenden gibt, wohnen und feiern scheinbar zwischen dem Dach und der Zwischendecke, was man gut hören kann, aber mit der “Besen gegen die Decke” Methode kann man da auch schnell für Ruhe sorgen.

Unsere andere neue Mitbewohnerin ist wesentlich kleiner, mittlerweile nennen wir sie Elfriede. Erst dachte ich, oben genannte Eichhörnchen hätten sich einen Weg in unser Wohnzimmer gearbeitet, allerdings entdeckte ich dann Elfriede in der Rumpelkammer…

Elfriede

Ich bin sehr stolz, dass ich trotz Elfriedes Kamera-Scheuheit ein Foto präsentieren kann!

Das Hauptquartier ist unterrichtet und Gegenmaßnahmen werden hoffentlich demnächst eingeleitet.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Welch ein fulminantes Wochenende

Am Wochenende vom 15. bis 17. Oktober war ich mit Ruben in New York.
Anlass war eigentlich ein ARSP Alumni Treffen, welches Freitag abend stattfand.
Blöderweise mussten Ruben und ich lange arbeiten, weshalb wir erst um 17:30 den Bus Richtung New York nehmen konnten. Als wir dann mit ordentlich Puffer an der Bushaltestelle ankamen, erfuhren wir erstmal, dass wir uns zu gefühlten 200 anderen Wartenden in eine der vielen Reihen stellen sollten, und das der Bus nach Philadelphia Verspätung hat. Irgendwann kam er dann aber und wir fuhren los, als es schon dunkel war.
Mit knapp einer Stunde Verspätung kamen wir nach ca. zwei Stunden Fahrt in New York an. Als wir aus dem Bus stiegen fühlten wir uns ein wenig verscherzt. In Philadelphia im dünnen Pulli eingestiegen, war ich in NY froh, eine tolle neue Mütze und eine gute Jacke dabei zu haben. Bei gefühlten 10°C warteten wir auf Simon, einer der Freiwilligen in NY. Leider mussten wir ein bisschen warten und dachten schon an ein Missverständnis, da die Kommunikation mit Simon nicht zu einfach war.
Nach einer kurzen Weile kam Simon dann an und wir stiegen in eine der vielen Bahn-Linien von New York. In New York gibt es ca. 15 verschiedene Bahnlinien, die scheinbar abhängig von Wochentag und Baustellenstatus andauernd ihre Haltestellen und Fahrpläne ändern. Dementsprechend lang dauerte unsere Fahrt zu Simons Appartement in seinem Projekt, einem großen Seniorenheim in Upper Manhattan. Dort angekommen versorgten wir uns erstmal mit Pizza und bereiteten danach unsere Betten vor, welche aus zwei undichten Luftmatratzen bestanden. Simon und Ruben machten sich dann noch auf den Weg um sich mit den anderen Freiwilligen die in NY sind zu treffen. Ich blieb zu Hause, da ich irgendwie sehr kaputt war.

Samstag morgen wachte ich das erste mal um 7Uhr auf, guckte völlig verschlafen auf die Uhr und dann aus dem Fenster. Ich sah einen unglaublichen Sonnenaufgang und habe deshalb meine Kamera geschnappt, um mit halb offenen Augen dieses Foto zu machen.
HDR vom Sonnenaufgang
Eigentlich besteht das Foto aus drei Fotos mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen, die mit einer Software zu einem Bild zusammen gefügt wurden. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte einfach mal nach ,HDR‘ oder ,DRI‘ googlen.
Danach habe ich nochmal geschlafen, bin allerdings wesentlich früher als die anderen beiden aufgewacht und habe mir dann mit lesen die Zeit vertrieben, bis wir gegen 13Uhr aufbrachen, um uns die Stadt anzugucken.
Unser erstes Ziel war die Columbia Universität, wo wir ein bisschen über das Uni Gelände und eine Art Strassenmarkt schlenderten.
Columbia University Strassenmarkt
Ungefrühstückt gingen wir in das nächste Restaurant gegangen und haben uns eine Kleinigkeit zum Essen bestellt. als wir dann die Rechnung bekamen waren wir allerdings ein wenig geschockt. 12$ für Rubens unspektakulären Caesar Salad war sehr heftig. Nach einer sehr vagen Tip(Trinkgeld)-Kalkulation bezahlten wir und gingen wieder zurück zur Bahn.
Mit der Bahn fuhren wir dann nach Brooklyn um die anderen Freiwilligen zu treffen. Die waren vom vereinbarten Treffpunkt allerdings schon in einen Park weiter gezogen waren. Simon, Ruben und ich zogen also ein bisschen durch Brooklyn und gingen dann über die Brooklyn Bridge zurück nach Downtown. Der Blick von der Brücke auf New York‘s Skyline war atemberaubend. Dazu kam noch, dass gerade die blaue Stunde anbrach und es einen grandiosen Sonnenuntergang gab.

Skyline von der Brooklyn Bridge aus Ruben und ich auf der Brooklyn Bridge

Zurück in Manhattan ging ich in einen Foto-Laden, um mir Reinigungs-Material für meine große Kamera und eine kleine Kamera zu kaufen, da ich nicht immer die große Kamera mit nehmen kann oder will. Um einiges Geld erleichtert, aber mit einer neuen Kamera traf ich Ruben und Simon vor dem Kamera-Laden, von wo wir uns auf den Rückweg machen wollten. Was Simon uns verschwiegen hatte war, dass wir auf unserem Weg zur Bahn am Ground Zero vorbei kamen. Er erwähnte es nur ganz beiläufig, als wir an der großen Baustelle vorbei gingen, die dort mittlerweile ist. Vollkommen überrumpelt war mein Kopf auf einmal wie leer gefegt. Hier soll vor knapp neun Jahre der größte Terror Anschlag gewesen sein, bei dem so viele Menschen sterben mussten? Es war ein sehr komisches Gefühl, das kann ich euch sagen!

Ground Zero bei Nacht

Zurück in Simons Appartement stärkten wir uns nochmal mit Pizza, statten dem lokalen Kiosk noch einen kurzen Besuch ab und fuhren dann zum Times Square, um die anderen Freiwilligen dort in ihrer WG zu treffen. Es war echt schön, die anderen mal wieder zu sehen, schließlich hatten wir uns größtenteils mehr als einen Monat nicht mehr gesehen. Nach kurzem Plausch und Erfahrungsaustausch machten wir uns auf den Weg nach Brooklyn zu einer „Loft-Party“, wo wir netter Weise von einem befreundeten Deutschen auf die Gästeliste gesetzt wurden. Nach einer sehr langen Bahnfahrt kamen wir endlich in Brooklyn an und fanden zum Glück auch schnell die Party. Nix Loft, Nix Gästeliste…Die Party war in einem Schuppen, wir standen nicht auf der Gästeliste, wir hatten „RSVP“d, uns also „angekündigt“, rein gekommen wären wir allerdings auch so. Trotzdem mussten wir 2$ weniger Eintritt bezahlen, was natürlich nicht schlecht war. Die Party stellte sich – zumindest für mich – dann allerdings nicht als größter Hit dar. Es waren ca. 50 Leute da, die Musik war nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, die anderen Gäste ebenfalls. Abseits von jeglichem Zeitgefühl machten wir uns auch um 3Uhr wieder auf den Rückweg, nachdem wir ungefähr 1,5 Stunden auf der Party verbracht hatten. Leider kannte sich keiner so wirklich mit den Bahnen aus, weshalb wir zwei Züge, die wir eigentlich hätten nehmen könnten vorbei fahren ließen. Den nächsten nahmen wir dann allerdings und nach einer weiteren Odyssee durch New Yorks Nahverkehrsnetz kamen wir vollkommen erschöpft um 6:30Uhr in Simons Appartement an.

Sonntags standen wir gegen 13Uhr auf und machten uns auf den Weg nach Downtown, um dort eine Boots-Tour um die Freiheitsstatue zu machen. Auf dem Weg dorthin konnten wir nochmal die Baustelle am Ground Zero bei Tageslicht angucken, auch wenn man nicht so viel davon sieht.
Aufgrund der schon erwähnten Zugquerelen kamen wir erst um 17Uhr dort an, ohne zu wissen, wo das Boot abfährt, oder wie lang die Tour dauert, wobei wir unsere Abfahrtszeit im Auge behalten mussten. Wir entschlossen uns dazu, die Tour auf einen weiteren New York Aufenthalt zu verschieben und nur ein bisschen im relativ neu angelegten Battery Park zu bleiben. Von dort hat man einen phänomenalen Blick auf die Skyline und mit einem guten Auge kann man auch die Freiheitsstatue erkennen.
Freiheitsstatue Skyline vom Battery Park aus
Von dort aus machten wir uns auf den Rückweg zur Bushaltestelle, wo wir angekommen waren und setzten uns in den Starbucks um zu abend zu essen. Nachdem wir uns kurz vor der Abfahrt von Simon verabschiedet hatten, wunderten wir uns doch ein wenig, dass sonst keine Wartenden an der Bushaltestelle waren. Fix nochmal auf‘s Ticket geguckt, bemerkten wir, dass wir vollkommen falsch waren. Übertreiben wir es nicht, es waren nur zwei Blocks nach Norden und zwei Blocks nach Osten, natürlich sind wir erstmal nach Westen gerannt, haben nochmal nach gefragt und kamen dann vollkommen außer Atem an der richtigen Bushaltestelle an. Dort erfuhren wir von den äußerst freundlichen und kompetenten MegaBus Mitarbeitern, dass alle Busse nach Philly verspätet seien, weil unter anderem einer ausgefallen war. Also warteten nicht nur Leute auf unseren Bus, sondern auch Leute auf den Bus, der vor unserem hätte fahren sollen und den danach. Irgendwie haben wir dann aber doch den richten Bus gekriegt und kamen wieder mit einer Stunde Verspätung in Philly an. Unser New York Wochenende ging zu Ende mit einer Taxifahrt nach Camden, mit einem Fahrer, der nicht wusste, wie er sein Navi bedienen sollte, uns dafür aber die wahren Beweggründe Baseball zu gucken erklärt hat.

Viele Grüße!

Achja: Wenn man auf die Bilder klickt, kann man sie auch größer sehen! Weitere Bilder folgen!

Veröffentlicht unter Allgemein | 3 Kommentare

Ja, er lebt noch…

Knapp drei Wochen sind vergangen, seitdem ich nach Camden gefahren bin.

Unsere – eigentlich nicht lange – Fahrt nach Camden begann allerdings mit einer Autopanne, weshalb wir gute drei Stunden in Philly ausharren mussten.

Wir versuchten, dem Auto Starthilfe zu geben, allerdings erfolglos, haben gefühlte zehn mal bei der Autovermietung angerufen, wo wir jedes mal zu hören bekamen, dass wir innerhalb der nächsten 100 Minuten ab diesem Anruf Hilfe bekommen würde, oder angerufen würden. Unsere Stimmung tendierte dadurch natürlich gegen Null und die Tatsache, dass das Auto in der prallen Sonne stand machte die Warterei nicht unbedingt angenehmer.

Nach knappen zwei Stunden lernten Ruben und ich dann zwei junge Männer kennen, die, wie sich heraus stellte, beide im Irak als Söldner für Blackwater waren, in jedem zweiten Satz fluchten und uns auf ihrem iPad und iPhone Bilder von ihrem Team zeigten.

Dieser neue Kontakt brachte uns allerdings auch zum Höhepunkt dieses unglaublichen Tages. Unsere beiden Söldner-Freunde bekamen einen Tipp von ihrem Kumpel, dass man sich schnellstens zum noch nicht mal einen Block entfernten “Reading Terminal Market” begeben sollte. Was war los?

Präsident Barack Obama kam spontan dorthin, um sich sein Mittagessen (zwei Philly Cheese Steaks und einen Milch-Shake) zu holen.

So kamen Ruben und ich also zu dem Glück, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten nach etwas mehr als einer Woche drüben die Hand zu schütteln.

In den darauf folgenden Tage und Stunden erzählten wir natürlich sehr oft von unserem unfassbaren Glück im Unglück.

Vollendet wurde dieser Anstieg unserer Laune-Kurve davon, dass wir als wir zurück zum liegengeblieben Auto gingen, endlich der Abschleppdienst mit einem neuen Auto für uns da war und wir unseren finalen Weg nach Camden antreten konnten.

Die Fahrt nach Camden war für uns aufgrund der überragenden Emotionen, die von unseren Händen ausgingen, dann irgendwie sehr komisch. Wir fühlten uns tatsächlich ein bisschen verscherzt, in solch einer Stadt unser Jahr zu verbringen. Das Adrenalin in unseren Körpern verstärkte das Entsetzen natürlich nichts ganz unerheblich. An unserem Haus angekommen lernten wir erstmal Mike, den “Hausmeister” der Kirche kennen, der für alles was handwerklich ansteht da ist. Als wir dann allerdings endlich ins Haus konnten waren wir überwältigt.

Unser Haus

Unsere Vorgängerinnen Lucy und Sarah hatten unser Ankommen super vorbereitet! Der Kühlschrank war nicht ganz leer, wir bekamen super “Workguides”, Schlüssel, Handys und in unserem privaten Kühlschrank im Obergeschoss fanden wir sogar ein bisschen Bier.

Das Haus ist wie man auf dem Foto vielleicht erkennen kann nicht all zu groß, trotzdem haben Ruben und ich jeder ein eigenes Zimmer, und ein geräumiges Wohnzimmer, in dem besagter Kühlschrank und ein Fernseher stehen.

Wir waren absolut begeistert von dem Haus und plötzlich erschien es uns gar nicht mehr so schlimm, ein Jahr in Camden zu verbringen, im Gegenteil wir freuten uns richtig, endlich unabhängig im eigenen Heim zu sein.

Kurz nach unserer Ankunft kamen Lynne Rogers, die Schulleiterin von Rubens Schule, und ihr Mann Buck, um uns zum Essen auszuführen. Bei Bürgern Burgern und Bier wurde uns viel erzählt, und viel gefragt, nach Erwartungen, Ängsten, usw.

Nachdem wir zurück kamen stellte sich auch noch kurz meine “Chefin”, Pastor Carol vor, sie sagte uns, wir könnten erstmal ausschlafen und dann gegen Mittag in die Schule kommen.

DIe Christus Lutheran Academy und unser Haus

Am nächsten Tag gingen wir nach dem Frühstück in die Schule, wie man auf dem Foto sieht, ist es ja nicht weit. Wir wurden den verschiedenen Kursen und Lehrern vorgestellt und halfen anschließend direkt beim Matheunterricht aus. Wir konnten nicht glauben, an was für Aufgaben die ungefähr 16 Jahre alten Schüler scheiterten, was Ruben einen Ausblick auf seine zukünftige Arbeit gab.

Von da an ging Ruben jeden Tag zur Schule, der Arme muss immer schon um 7:30 in der Schule sein.

Ich habe es da etwas besser. Mein Tag im New Vision Homeless Day Care Center beginnt um 9:00 Uhr, um 8:30 verlasse ich das Haus, um mit dem Bus in die Innenstadt zu fahren.

Dort verbringe ich meinen Vormittag bis ca. 13:30. Eine genauere Beschreibung meiner Arbeit hier werde ich in einem weiteren Beitrag beschreiben.

Ein paar Tage nach unserem Ankommen stellten wir uns unseren Nachbarn vor, die größtenteils Hispanics sind. Wir wurden direkt freundlich aufgenommen, gute Ratschläge, wie zum Beispiel, dass man sobald es dunkel ist nicht mehr draußen rum laufen sollte, da an der Ecke zum nächsten Block zwei Läden sind, die wohl auch Drogen verkaufen und deshalb eher zwielichte Kundschaft anziehen, wurden erteilt, Hilfe wurde angeboten, Einladungen zum nächsten Barbecue ausgesprochen. Nachdem dieser für uns doch sehr große Punkt auf unserer gemeinsamen To-Do-Liste erledigt war, fühlten wir uns sehr viel besser und auch sicherer.

Ich bin gerne hier, treffe dauernd neue, tolle Leute, die sehr herzlich zu mir sind, deutsch hören wollen, nicht glauben können, dass ich ein ganzes Jahr hier in Camden verbringen werde, und das auch noch freiwillig, und mir dafür dann doch viel Anerkennung zollen.

Ich hoffe Euch geht es gut und das Ihr mir nicht böse seid, weil es mit dem Beitrag ein bisschen länger gedauert hat.

Viele Grüße…

Veröffentlicht unter Allgemein | 4 Kommentare

Orientierungstage in Philadelphia

Nun also zu unseren Orientierungstagen in Philadelphia.

Es begann mit einem kleinen Schock als wir völlig unmotiviert nach gefühlten zwei Stunden Weg vom Flughafen zum Hostel erfuhren, dass alle 16 Jungs zusammen auf einem Zimmer sein werden.

Nachdem wir die Betten verteilt und unsere Koffer mehr oder weniger sachgerecht  – hoffentlich nicht im Durchgangsweg anderer – im Zimmer platziert hatten ging es in den Keller zum essen. Unsere Seminarleiterinnen Magda(lena) und Katrin, beide deutsche, die schon mehr oder weniger lang in Philly leben und das Büro von ARSP besetzen, hatten für uns Gemüsesuppe gekocht. Mit viel Glück bediente man sich aus dem Topf mit der milden Suppe, oder, so wie ich, aus dem mit der wirklich scharfen Suppe, was wohl ein Versehen war.

Zum Glück gab es zur Milderung Orangensaft “aus der Dose”, tiefgekühltes Orangenkonzentrat wird mit möglichst wenig Wasser aufgeschüttet. Wenn man das nicht weiß, macht man einfach den Pott voll und beschwert sich dann, dass der von Magda so hoch gelobte Saft irgendwie doch sehr fad schmeckt – so wie wir.

Einige gingen nach dem Essen direkt ins Bett, andere blieben länger auf – um gegen den Jetlag anzukämpfen, welcher zumindest bei mir nicht spürbar war.

Vielleicht war der Jetlag auch nur eine Ausrede, man munkelt, der eigentliche Grund sei das für jeden zugängliche kostenlose W-Lan mit Internetfreigabe, um sogenanntes “Sozializing” zu betreiben. Genaueres ist allerdings nicht überliefert.

Der zweite Schock kam am nächsten morgen. Regen. Man freute sich schon auf einen entspannten Tag im Hostel, da die angekündigte Stadterkundung abgesagt wurde. Der eigentliche Schock des ganzen war allerdings die Ansage, dass wir trotzdem ins ARSP-Büro fahren würden. Um falschen Hoffnungen vorzubeugen wurde die Ansage auf alle verbleibenden Seminartage ausgeweitet. Das beinhaltet immerhin 15 Minuten laufen, zwei bis 50 Minuten auf den Bus warten, eine halbe Stunde Busfahrt und dann nochmals 5 Minuten laufen bis zum ARSP-Büro.

Während der Tage lernten wir einiges über diverse Themen, wie zum Beispiel, wie in Amerika ein Gesetz eingeführt wird – oder eben nicht, wie der jüdische Kalender mit all seinen Feiertagen aussieht, wie die Nachkommen von Holocaustüberlebenden mit Traumata zu kämpfen haben und wie ARSP in den USA funktioniert.

Darüber hinaus hatten wir – wie schon gesagt – eine Stadtrallye, haben kleine Shoppingtouren unternommen, ein gern gewähltes Ziel war dafür der Applestore, haben zwei Geburtstage gefeiert und waren bei einem deutschen Stammtisch in Philly.

Das I-Tüpfelchen wurde der Woche durch unser Host-weekend aufgesetzt. Alle kamen in Gastfamilien, manche zu zweit, manche alleine.

Ich kam zur Familie Schwarz, die zwei Söhne im Alter von 9 und 15 Jahren hat. Die Schwarze sind eine halb-jüdische Familie und wie es der Zufall wollte war an dem Wochenende Yom Kippur, der zweithöchste Feiertag der Juden. Also sind wir alle am Samstag in die Synagoge gegangen, um einen 2,5 Stunden langen Gottesdienst zu besuchen. Der Gottesdienst wurde auf zum Teil hebräisch und zum Teil auf Englisch gehalten, was es mir nicht immer leicht machte, ganz das Geschehen zu verfolgen. Für die Familie Schwarz war es – abgesehen vom Feiertag – ein wichtiger Gottesdienst, denn der ältere Sohn Nathaniel durfte aus der Thora vorlesen und seine Mutter, Nora, hat auch eine Geschichte vorgelesen. Danach wurde erst in der Synagoge gegessen und damit das traditionelle Fasten von Freitag bis Samstag Abend beendet. Als alle wieder mehr oder weniger gesättigt waren fuhren wir noch zu Freunden der Familie, wo es noch mehr zu essen gab.

Das restliche Wochenende haben wir im familieneigenen Pool, am Esstisch und vor der Xbox verbracht…

John und Adison, der jüngere Sohn haben mich dann Sonntag nachmittag zurück zum Hostel gebracht. Ich hatte eine tolle Zeit bei der Familie und wurde schon für den nächsten Sommer zum Schwimmen im Pool und Grillen eingeladen, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.

Unser letzter Abend wurde komischer Weise größtenteils wieder an den Laptops verbracht, allerdings merkte man den meisten die Aufregung schon an, schließlich ging es Montag in die Projekte, aber dazu später mehr…

Natürlich haben wir auch ein Gruppenfoto gemacht, welches die komplette Freiwilligengeneration 2010/11 zeigt, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Die Freiwliigengeneration 2010/11

Veröffentlicht unter Allgemein | 5 Kommentare

VBS Hirschluch

Heute ist der 13. September, wir sind seit zwei Tagen in Philly.

Die letzte Woche in Hirschluch verging irgendwie doch sehr schnell, auch wenn es mir zwischendurch ein wenig zu anstrengend, manchmal auch langweilig war…

Mit 130 Leuten haben wir in Projektspezifischen Arbeitsgruppen, kurz PÄÄÄGs über Themen gesprochen, die uns beschäftigen, über Situationen, die uns bei der Arbeit passieren können, über ASF und unsere Einstellung zu verschiedenen Themen, so wie über die Zeit kurz bevor wir unseren Dienst angefangen haben.

Außerdem haben wir uns zweimal in unserer Ländergruppe getroffen, mit insgesamt 24 Leuten + Theater. Am ersten Abend haben wir da eigentlich nur so organisatorisches besprochen, beim zweiten Mal, haben wir aber ein kleines Quiz über die USA gemacht, Brownies gebacken und Popcorn gemacht.

Am Sonntag mussten wir alle um 6Uhr aufstehen, um in verschiedene Gottesdienste in Berlin zu fahren. Ich war in Berlin Charlottenburg in einem sehr gut vorbereiteten Gottesdienst mit Taufe und Abendmahl, an dem wir drei Freiwilligen mitwirken konnten. Nach dem Gottesdienst haben wir Freiwilligen uns entweder in Neukölln oder am jüdischen Museum um da an Führungen teil zu nehmen, wenn wir uns früh genug auf die Listen dafür eingetragen haben.

Ich bin zwar mit zum jüdischen Museum gegangen, habe da allerdings nicht an der Führung teilgenommen, weil die Liste schon voll war.

Statt dessen habe ich meinen Großcousin Stefan besucht, der drei Straßen weiter eine 20x5m große Wand besprüht hat.

Montag konnte meine PÄG dann ausschlafen, es gab ab 11Uhr einen Brunch, gefolgt von zwei Vorträgen über andere Projekte die es bei ASF gibt und die Geschichte von ASF. Der zweite Vortrag war von Christian Staffa, dem Geschäftsführer von ASF, was in so fern ganz lustig ist, weil er der Vater meines zukünftigen Mitbewohners Ruben ist.

Dienstag hatten wir dann Workshops. Es gab Workshops zum Thema Antisemitismus, Stereotype/Vorurteile, Sinti und Roma, kreatives Schreiben, Musik, Kunst, Tanzen, Kochen und Wandern. Ich war im Video-Workshop, ich wurde nämlich angesprochen, ob ich nicht einen kleinen Film über die Zeit in Hirschkuhluch machen könnte, als eigener WS. Dafür bekam ich dann noch Hilfe von einem meiner USA-Kollegen, Simon, der schon eine Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton absolviert hat.

Mit Kamera(ohne Stativ, Mikro, Fokushilfe, o.ä.) haben wir uns auf den Weg gemacht und am Ende ca. 8 Minuten Film gezeigt. Den Film haben wir allerdings intelligenter Weise in Full-HD rausgerendert also ist er jetzt 10GB groß. Das muss ich nochmal ändern und dann bekommt ihr den auch zu sehen;)

Beendet wurde der Film von Vorführungen aus dem Musik-WS mit Wonderwall, Hit me Baby one More time und Funk her Gently, so wie des Schreiben-WS’. Danach haben wir noch lange Impro-Theater gespielt, an dem ich mich beteiligt habe, was mir durchaus Spaß gemacht hat, was die Leute wohl auch so gesehen haben.

Mittwoch sind wir dann ins Haus der Wannseekonferenz gefahren, dort hatten wir erst ein Zeitzeugengespräch mit einer 89-jährigen, die in Theresienstadt im Ghetto war. Danach haben wir erst einen Film über ein Jugend-KZ gesehen und eine sehr lange, umfangreiche Führung durch die Ausstellung gehabt.

Mittwoch Abend merkte man den Leuten schon die vorherigen Nächte an, allerdings war ich bis 2Uhr wach und habe mit meinem Zimmernachbarn Jacob, der jetzt in Israel ist, die rumstehenden Bierflaschen eingesammelt. Das waren immerhin 145 Stück und das hat uns 11,6€ eingebracht.

Freitag Abend waren dann die Vorführungen aus den Ländergruppen. Davon habe ich allerdings nicht so viel mitbekommen, weil ich bis 20:30 mit Simon am Videoschnitt saß. Um halb zehn kam dann unsere USA-Performance in der wir unser symbolisches letztes Bier “zu Grabe getragen”, BarbieGirl und YMCA getanzt habe. Danach kam noch unser Film und ein Vortrag von einem Text von Rilke. Um ca. 22Uhr ging dann die grandiose Abschiedsparty los.

Um halb 2 bin ich ins Bett gegangen, mit der Bitte an Jacob, dass er mich um 3:15 weckt, da er sich schon um 3:30 auf den Weg zum Flughafen und nach Israel machen musste. Das scheint nicht so gut geklappt zu haben, denn um 4:15, als ich schon eine Viertelstunde zu spät war, standen Simon und Philipp bei mir im Zimmer, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich offensichtlich verschlafen hatte. Irgendwie haben wir es dann geschafft, innerhalb von fünf Minuten meine noch nicht gepackten Sachen zu packen und zum Treffpunkt zu laufen. Naja, immerhin kam der Bus auch erst um 5Uhr, ich habe trotzdem richtig Glück gehabt.

Mit dem Bus sind wir dann zum Bahnhof gefahren, von da zum Hauptbahnhof, von da mit einem vollen Linienbus zum Flughafen. Als wir dann alle da waren und natürliche Hindernisse wie unklare Beschilderungen und Drehtüren passiert hatten standen wir vor dem Check-In Schalter und warteten, dass wir einchecken konnten. Während der Zeit bekamen einige noch “Abschiedsbesuch”, eigentlich nur Berliner, meine Brüder, meine Nichte und mein Neffe waren aber auch noch da, worüber ich mich echt gefreut habe.

Als ich dann zum einchecken kam habe ich echt blöd geguckt. Wir hatten eine Gepäckbegrenzung von 23kg. Beim Wiegen zu hause habe ich die noch gehalten, in Hirschluch waren es dann 24kg, die Waage am Flughafen zeigte dann aber doch 27,2kg an. Theoretisch wären das schon 100€ für Übergewicht gewesen, aber der nette Lufthansa-Angestellte hat das ignoriert.

Tja, dann waren wir irgendwann im Flugzeug nach Frankfurt, sind ca. 60 Minuten nach Frankfurt geflogen, wo wir nochmals ca. 2h Aufenthalt hatten. Die Zeit verging irgendwie doch sehr schnell und dann saßen wir schon im Flieger nach Philly. Der Flug war verhältnismäßig angenehm, wir sind BusinessEconomy-Class geflogen, hatten ein umfassendes Entertainment Programm, zweimal Essen, und achja, Tomatensaft schmeckt auch über den Wolken mit Pfeffer/Salz komisch.

Nach 8 Stunden sind wir dann gegen 4:45pm(16:45) gelandet. Alle waren sehr kaputt und waren dann echt froh, dass wir alle unsere 12-monatige Aufenthaltserlaubnis bekommen haben, was wirklich nicht selbstverständlich ist.

Vom Flughafen hat uns unsere Länderbeauftragte Magdalena abgeholt, unser Gepäck wurde in Mini-Vans verladen und wir haben uns mit Bahn, Bus und zu Fuß auf den Weg zu unserem Hostel gemacht, in dem wir diese Woche verbringen.

Erste Eindrücke von Amerika waren:

- kalt, wegen der Airconditions indoor

- angenehm warm bis schwül outdoor

- zum ersten mal mit Dollars bezahlen

- “Hat hier jemand Empfang”

- Riesenkarren

- lange Strecken mit dem Zug

- lange Strecken mit dem Bus von der Central City über sehr kaputte Viertel zu einem besseren Viertel

- langer Fußweg im Dunkeln zum Hostel

Das muss jetzt auch erstmal reichen von mir, die Woche in Philly werde ich dann nach und nach updaten.

Viele Grüße nach Hause!

Freiwilligengeneration 2010/2011

Veröffentlicht unter Allgemein | 3 Kommentare

So…jetzt geht das hier los…

Hallo Freunde, schön, dass Ihr euch auf meinem Blog eingefunden habt:)

Morgen geht es für mich los, Fahrt nach Berlin – überraschend mit meinem Bruder im Auto und nicht mit dem ICE.

Ich fahre ins Örtchen Hirschluch, wo ich mit 150 anderen Freiwilligen, die auch einen Freiwilligendienst mit ASF machen, unser FSJ zu starten.

Von Berlin werde ich dann mit 23 anderen USA-Freiwilligen am 11. September über Frankfurt nach Philadelphia fliegen. Ich weiß nicht, wie in Hirschluch und in Philly meine Internetanbindung ist, deshalb wünsche ich Euch hiermit erstmal schöne zwei Wochen, spätestens am 20.9. habe ich aber wieder Internet!

Veröffentlicht unter Allgemein | 4 Kommentare